Scheißmelodien für Millionen
Früher wurde Musik noch hauptsächlich von mehr oder weniger guten, aber echten Musikern gemacht. Wenn jemand für Musik Geld ausgeben wollte, dann hat er das dem echten Musiker gegeben und geben müssen.
Dann haben sich Studierende, Studentinnen, Student*inn*en, Student_inn_en und Studenten der Wirtschaftswissenschaften, Kommunikationswissenschaften und der Psychologie, die den Markt und die Psychologie des Menschen verstanden haben, zusammen gefunden, sich noch ein paar Leute aus der Veranstaltungsbranche oder welche, die schon einmal Flöte gespielt haben oder ein Tonstudio oder zumindest ein Keyboard besitzen, gesucht, und die Musikindustrie gegründet, um ordentlich Anteile zu gewinnen und Geld aus dem Markt zu saugen. Da darbt die echte Musikerseele, weil der Markt es nunmal leider so will.
Was wird wohl von Marktteilnehmern zu erwarten sein, die ihre Kindheit und Jugend zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil vor dem Tablettrechner oder Schlaufon damit verbracht haben, über Belanglosigkeiten zu WhatsAppen, zwitschernd Scheißstürme zu schüren und lustige, krasse, coole oder süße Bilder und Videos anzusehen und zu liken?
2026